Diese gepflegte Rarität brachte die Enkeltochter für Ihren Opa zur Reparatur, da seit einiger Zeit leider das Abspielen von Schalplatten nicht mehr möglich war.
Bei dieser Stereoanlage von Kapsch ist ein Plattenspieler von Lenco ein L78 mit Halbautomatik verbaut.
Halbautomatik bedeutet, dass am Ende der Platte automatisch abgeschaltet wird, sich der Tonarm von der Platte hebt, dieser aber nicht zurückgeführt wird. Der dafür nötige Mitnehmergummi war nach Jahrzehnten verhärtet und musste getauscht werde.
Ist natürlich heute original nicht mehr lieferbar, normalerweise ein Fall für den 3D-Drucker, hier passt aber perfekt ein kleines Stück von einem Silikonschlauch, gleiches gilt für den Bremsgummi. Zusätzlich noch das Reibrad gründlich gereinigt, alles geschmiert bzw. geölt, die Filzscheibe für die Plattentellerauflage getauscht und schon lief der Plattenteller wieder korrekt an und stoppte automatisch am Ende, wie es sein soll.
Falls ihnen der Name des Herstellers Kapsch dere Stereoanlage nicht viel sagt, Kapsch ist ein österreichisches Unternehmen, das heute eher für elektronische Mautsysteme bekannt ist. Früher wurden aber Radio, Fernsehgeräte und auch viele Telefone und Telefonanlagen für die Österreichische Post produziert.
Zum Lenco L78, der L78 ist der große Bruder vom meist verbauten L75, wobei der L78 nur zusätzlich die automatische Endabschaltung hatte, ansonsten war die beiden ziemlich Baugleich. Beliebt waren diese wegen der stufenlosen Geschwindigkeitseinstellung, welche zwar robust, aber eigentlich relativ einfach gelöst wurde, waren aber dadurch auch günstiger als vergleichbare Dual Plattenspieler.






Thomas Kitzler
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